Kaffee - seine Wirkung aus Sicht der TCM

Kaffee ist für viele ein geliebtes Getränk und für manche als Start in den Tag unersetzlich. In Maßen  ein wunderbares Genussmittel - kann Kaffee für unsere Gesundheit aber auch ein Problem sein bzw. werden.

 

Der bittere Geschmack der Kaffeebohne wird in der TCM dem Element Feuer zugeordnet und damit dem Herzen. Bitteres leitet nach unten, trocknet und entspannt Leber und Gallenblase. Diese beiden sind in der TCM besonders Stressanfällig, da sie für den freien Fluss unser Lebensenenergie zuständig sind und somit bei Stress schnell blockiert werden. Der saure Geschmack gehört zum Element Holz und damit wiederum zu Leber und Gallenblase. Er zieht zusammen, leitet Energie nach innen, kann Säfte bewahren, aber auch pathologische Feuchtigkeit einschliessen.

 

Laut TCM kann Kaffee sehr gut Engerie/Qi regulieren und bewegen. Er hilft darum gut bei Stress, Antriebsschwäche, Verstopfung, Kreislaufschwäche oder auch Kopfschmerzen.

An der eigentlichen Ursache dieser Beschwerden ändert der Kaffee aber nichts. Er funktioniert dabei wie eine Art kurzfristige Medizin.

 

In grossen Mengen oder bei entsprechender Konstitution führt er zu Trockenheit, Herzbeschwerden und Hitzezuständen. Er kann Feuchtigkeitsthematiken wie Übergewicht, Ödeme und Hauterkrankungen begünstigen. 

Er stimuliert die Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Cortisol. 

 

Fazit: kurzfristig hilfreich - langfristig schwächend.

Es lohnt sich Kaffee bei folgenden Beschwerden probeweise wegzulassen:

  • Bluthochdruck, Herzrhytmusstörungen
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Schlafstörungen
  • Blutmangel
  • Magenbeschwerden

Im übrigen verhindert Kaffee die Eisenaufnahme aus dem Essen und sollte immer mit Abstand genossen werden.